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Der Umgang mit Andersdenkenden: Bausoldaten in der DDR

Die Forschung zu Andersdenkenden ermöglicht ein tieferes Verständnis für die begrenzten Gestaltungsmöglichkeiten und das Verhalten von Einzelnen und Gruppen in einer Diktatur. Die Berliner Historikerin Anke Silomon hat dies am Beispiel der Bausoldaten in der DDR untersucht, die den Dienst mit der Waffe in der Nationalen Volksarmee verweigerten. Sie wurden in ihrem Pflichtdienst unter anderem zum Bau von militärischen Anlagen eingesetzt und bezahlten für ihre Verweigerungshaltung einen hohen Preis.

Viele von ihnen wurden erst zum letztmöglichen Zeitpunkt, das heißt, im Alter von fast 26 Jahren eingezogen. Sie hatten oft schon einen Beruf und eine Familie und wurden von ihren Frauen und Kindern getrennt. Einige von ihnen konnten ihr Studium nicht weiterführen oder nicht in ihren Beruf zurückkehren. Sie bekamen die Konsequenzen ihrer Verweigerungshaltung gegenüber dem autokratischen System zu spüren.

Die Bausoldaten sind ein Beispiel dafür, dass das DDR-Regime mit seiner überaus repressiven Politik gegenüber Andersdenkenden das Gegenteil von dem erreicht hat, was es wollte. Wurde mit den Bausoldaten selbst eine Opposition geschaffen?

Der Vortrag wird gefördert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Bitte beachten Sie auch die anderen Vorträge in unserer Akademie in der Aula.

Kurstermine 1

Übersicht über alle Kurstermine (1) mit Datum und Ort
Nummer Datum Ort
1 Montag  •  28.09.2026  •  18:00 - 19:30 Uhr VHS ABG, Aula
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